Memminger Zeitung, 4. Februar 2009 - www.von-de-fenn.eu 

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Memminger Zeitung, 4. Februar 2009

Bei 3800 Metern war Schluss

nachgefragt Bei einem blinden Bergsteiger

Sie haben sich zuletzt mit einer Gruppe in Tansania auf den Weg gemacht, um einen Traum wahr werden zu lassen: Aufstieg zum fast 6000 Meter hohen Kilimandscharo. Wie war’s auf dem Gipfel dieses mächtigen Bergs?


Von de Fenn: Kann ich noch nicht sagen, denn wir mussten die Tour nach zwei Tagen leider abbrechen. Es hat unaufhörlich geregnet. An ein Weitergehen war nicht mehr zu denken.


Wie hoch sind Sie denn gestiegen?


Von de Fenn: Bei 3800 Metern war Schluss. Es hat wirklich gegossen wie aus Kübeln. Nach sechs Stunden am ersten und weiteren sechs Stunden am zweiten Tag mussten wir wieder umkehren. Alles andere wäre zu gefährlich gewesen.


Wie groß ist Ihre Enttäuschung nach diesem Abbruch?


Von de Fenn: So etwas kann immer wieder passieren. Das muss man einfach akzeptieren. Wobei die Regengüsse dort für diese Jahreszeit absolut ungewöhnlich sind. Aber auch davon lasse ich mich nicht entmutigen.


Das klingt danach, dass Sie einen weiteren Versuch starten wollen, den Gipfel des Kilimandscharo zu bezwingen.


Von de Fenn: Sicherlich. In den nächsten Tagen wird sich entscheiden, wann wir wieder aufbrechen. Sie glauben doch nicht, dass ich mir dieses Gefühl, ganz oben zu stehen, nehmen lasse. (schi)

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